Teil eines Werkes 
1. Theil (1833)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

221

empfangen, als duftende Blumen? fragte das unſchuldige Mädchen.Nur ſchmerzt mich's, ſie abzupflücken, denn ſie ſterben ſo ſchnell, und je⸗ des fallende Blatt ſcheint mir ein Vorwurf.

Würde es Euch nicht ſchmerzen, Barbara, wenn ich im Laufe dieſer Tage ſtürbe, wie eine dieſer Blumen?

Habe ich je undankbar geſchienen, Robin? Als ich zuerſt hieher kam, wart Ihr, und auch ſpäter, immer gütig gegen mich; nur ſeit Kur⸗ zem fürchte ich, daß Euch etwas an mir miß⸗ fallen hat. Ihr ſeyd mir ausgewichen, ſeyd Ihr bös, Robin?

Kann ich je vergeſſen, daß Ihr die trüben Schatten von mir abgewehrt?.

und lie ich meine achtet Ihr mich noch ſo, wie ſonſt?

Robin blickte ihr ernſt in das Geſicht und ant⸗ wortete mit ſanfter Stimme:Ich achte Euch, wie Ihr es nennt, mehr als je, aber ich liebe Euch auch. Als ein kleines, hülfloſes Weſen em⸗ pfing ich Euch aus Eures Vaters Armen, und liebte Euch, wie ein Vater ſein Kind lieben würde. Als Lady Cecil Euch unter ihre Obhut nahm, ſah ich Euch nur ſelten, und mein Herz neigte ſich zur Tochter meines beſten Freundes mit der

Liebe eines Bruders. Und als das Sonnenlicht Eures Lächelns, und die Melodie Eurer ſüßen