Teil eines Werkes 
8. Bd. (1828)
Entstehung
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Schahadildin von Damask. 49

Fuͤr die Tochter des Chalyfen, die Prinzeſſinn Sad⸗il⸗Draide..

Wohlan, ich ſtecke den Koͤder an, und werfe die Angel aus, im Namen der Prinzeſſinnn Sad⸗il⸗ Draide!

Zwei Minuten darnach ſah man das Waſſer um die Angel aufrauſchen: der Fiſcher zog die Schnur an, und brachte einen Karmut ans Land, den ſchoͤnſten, ſo man jemals geſehen hatte. Die Lieferanten jauchz⸗ ten bei dieſem Anblick.

Es darf euch nicht wundern, ſagte der Fiſcher zu ihnen,daß er ſo ſchoͤn iſt. Wenn es in dieſer Jahreszeit noch einen Fiſch dieſer Gattung in dem Strome gibt, ſo iſt das ein traͤger, der nur darauf denkt, ſich zu maͤſten; daher ſind ſolche immer kdſt⸗ lich, wenn man ſie fangen kann.

Die Lieferanten wollten den Fiſcher bezahlen. Laßt nur, erwiederte er ihnen;wenn die Prinzeß⸗ ſinn noch einen eſſen will, ſo findet ihr mich morgen wieder hier; wir verſuchen unſer Gluͤck nochmals,

und wenn es mir gelingt, ſo bezahlt ihr mir beide zu⸗ ſammen.

Die Palaſtbeamten, voll Freuden, ihrer Prinzeſſinn dieſe Befriedigung verſchaffen zu koͤnnen, gingen weg, oh⸗ ne den Fiſcher zu bezahlen, und ohne zu bedenken, daß

man nichts annehmen muß aus einer Hand, VIII. 4