Teil eines Werkes 
7. Bd. (1828)
Entstehung
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Der fahrende Ritter. 3

emporzuſchwingen. Geruhet, mich zu begleiten, Her⸗ rinn; in Erwartung, daß ich, unter Beguͤnſtigung des Himmels und ſeiner Lieblinge, allen euren Leiden ein Ziel ſetzen koͤnne, will ich euch jetzo ſchon das Vergnuͤ⸗ gen der Rache ſchmecken laßen.

Indem er dieß ſagte, ging er mit der Fuͤrſtinn Schoͤn⸗ haar und den drei Meerfraͤulein nach den zuſammenge⸗ ſtuͤrzten Felſen, welche den durch den Berg gehauenen Weg verſperrten, der von der Bruſtwehr des Schloſſes nach dem Ufer des Meeres fuͤhrte.

So bald ſie dort angekommen waren, zog Habib ſein Schwert und ſchlug dreimal damit auf die uͤber einander gerollten Felsbloͤcke, und rief dann mit lauter Stimme:

Niſabik, wenn du unter dieſen Steinlaſten ſtoͤh⸗ neſt, ſo gib ein Zeichen von dir: der Arabiſche Ritter koͤmmt, dir ſein Wort zu halten.

In demſelben Augenblick ſchien der Felſenhaufe ſich etwas zu luͤften, und ein graͤßliches Geſtoͤhne ſtieg dar⸗ aus hervor: die Fuͤrſtinn mit den ſchoͤnen Haaren er⸗ kannte die Stimme, und zitterte. Habib fuhr fort:

Abtruͤnniger Geiſt! ich kannte noch nicht alle deine Frevel, und bevor ich dich, ſie zu buͤßen, nach den Hoh⸗ len des Kaukaſus entſende, mußt du noch vor den Au⸗ gen einer Koͤniginn beſtraft werden, welche du ſo ſchmaͤh⸗ lich beleidigt haſt.

Nach dieſen an den Geiſt gerichteten Worten, hielt der Ritter inne, und wandte ſich wieder zu der Koͤniginn: