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Tauſend und Ein Tag. 267
Nachdem ſo die Amme der Farruͤchnas die Ge⸗ ſchichte Kulufs erzaͤhlt hatte, ſchwieg ſie, um zu hoͤ⸗ ren, was ihre Herrinn dazu ſagen wuͤrde.
Dieſe, noch immer gegen die Maͤnner eingenommen, war abermals nicht der Meinung ihrer Frauen, welche behaupteten, der Sohn Abdallahs waͤre ein vollkom⸗ mener Liebhaber geweſen:
„Nein, nein;“ ſagte die Prinzeſſinn,„als er von dem Hofe des Koͤnigs der Keraiten verbannt wurde, verließ er Karakoruͤm, ohne Dilara Lebewohl zu ſa⸗ gen, ja ohne einmal zu verſuchen, mit ihr zu reden. Ich raͤume ein, daß der Koͤnig ihn ſehr ungeſtuͤm aus der Stadt verwies; aber die Liebe iſt erfindungsreich, und ſie haͤtte ihm ſchon Mittel verſchafft, mit der Tochter Boyruͤks ſich zu beſprechen, wenn er ſehr verliebt in ſie geweſen waͤre. Und das iſt noch nicht der einzige Vorwurf, welchen ich ihm zu machen habe. Wenn er nur irgend von ſeiner Geliebten eingenom⸗ men geweſen waͤre, ſo wuͤrde er nicht gleich einige Tage nach ſeiner Ankunft in Samarkand ſich freiwillig zum Huͤlla hergegeben haben. Ferner, nachdem er ſeine Geliebte wieder erkannt hatte, wollte er ſie gleichwohl nicht verſtoßen? war er nicht bereit, ſeinen Eid zu halten? und wuͤrde er es nicht auch Ferheln haben, wenn ſie nicht, um ihn davon abzubringen, ſelbſt ihre Thraͤnen angewandt haͤtten Ein recht in⸗ bruͤnſtig Liebender iſt nicht ſo bedenklich.


