Teil eines Werkes 
4. Bd. (1874)
Einzelbild herunterladen

141

betrachtete, verfinſterte ſich ſein Auge wieder, als er be⸗ 3 merkte, daß ſchon mehr als eine Stunde vergangen ſei, ſeit ihn der Arzt verlaſſen.

Und Ambroſio immer noch nicht zurück. Wahr⸗ ſcheinlich hat er in Perlenbach⸗warten müſſen, das iſt ein kleiner Ort mit beſchränktem Telegraphendienſt, wer weiß, wo ſich dieſe leichtſinnigen Beamten um⸗ hertreiben, ſtatt an Ort und Stelle zu ſein, wie es ihre verfluchte Schuldigkeit geweſen wäre, und während dieſe jungen Leute ihrem Vergnügen nachlaufen, blieb eine für mich ſo koſtbare Nachricht vielleicht unausgefertigt liegen lüderliches Volk

Wenn aber ſein Telegramm Ellen nicht mehr er⸗ reicht hätte, wenn ſie einen andern Weg genommen, um ſich vielleicht vor ihm und ſeinen künftigen Nachforſchungen zu verbergen, oder wenn ſie gar ſeine Botſchaft erhalten, und dieſelbe zerriſſen oder dem Feuer geopfert?

Doch lächelte er gleich darauf über dieſen Gedanken, da ihm das, was er ſoeben gedacht, als gänzlich un⸗ möglich erſchien; o, er kannte Ellen zu genau, er kannte ihr edles Herz und er wußte, daß es genügen würde, ihr zu ſagen: ich bin elend und verlaſſen, um ſie gewalt⸗ ſam zu ihm zurückzuziehen, um ſie zu vermögen, ſelbſt ihrem Glücke, ſelbſt ihrer Liebe den Rücken zu kehren. Aber wenn ſie ſeine Botſchaft nicht erhalten, dann