Der Kammerdiener war ebenfalls herbeigeeilt, und während Arthur das Haupt Roſenthal's ſanft emporhob, um es auf deſſen Pelz zu betten, legte der Andere eine dicke rothe Decke über ſeine Füße, und lief dann zum Wagen zurück, um den Poſtillon herbeizurufen.
„Noch eine— Bitte— Arthur,“ flüſterte der Ster⸗ bende—„wenn jene Herren ſich entfernt haben, ſo wen⸗ den Sie— mich ſo— daß der Strahl des Mondes— mir in die Augen fällt——— ich— flehe— dar=r= r— r—⸗
Statt dieſes Wort zu vollenden, ſtieß er einen tiefen, eigenthümlich klingenden Seufzer aus, der zuletzt nur noch wie ein leiſes Ziſchen klang, dann ſtreckte er ſich aus.
„Doktor!“ ſchrie Arthur entſetzt.
Der Regimentsarzt ſprang herbei, kniete neben Roſen⸗ thal nieder, fühlte nach ſeinem Puls, horchte an ſeinem Herzen und ſagte dann achſelzuckend:„Er iſt todt.“
„Nicht wahr, Arthur,“ flüſterte Graf Wieneck, der ebenfalls wieder herangetreten war,„Sie werden das Weitere beſorgen, ich muß eilen, daß ich dieſen ganz ver⸗ zweifelnden Mittow zur Ruhe bringe.“
„Gewiß— kehren Sie nach der Stadt zurück?“
„Jedenfalls; ich will mich dort lieber zur Verant⸗ wortung ziehen laſſen, als hier auf fremdem Boden.“


