Teil eines Werkes 
1. Bd. (1874)
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ich doch ein kleines Bild bei Ihnen beſtellen. Malen Sie dieſen Kopf für mich!

Unmöglich; er eignet ſich durchaus nicht zu einem Bilde.

Und warum nicht? Laſſen Sie mich Ihnen die Farben angeben, den Teint friſch, etwas gebräunt, dunkle leuchtende Augen, blauſchwarze Haare

Jetzt muß ich Ihnen beipflichten, daß Ihnen irgend ein Talent zur Malerei abgeht, gab Arthur ſinnend zur Antwort, indem er die Zeichnung betrachtete.Glauben Sie mir, lieber Roſenthal, daß dieſer Kopf, mit dunklem Teint und ſchwarzem Haar ausgeführt, eine wahre Fratze werden müßte.

Vielleicht haben Sie Recht darin; nehmen wir alſo einen hellen Teint und aſchblonde Haare, mir iſt es einerlei.

So wiürde es ſich eher machen.

Nun denn dieſe Worte ſagte Herr von Roſen⸗ thal in einem ſehr gleichgültigen Tone, und legte alsdann den grauen Handſchuh, nachdem er ihn vorher hinter dem Rücken des jungen Malers raſch, aber ſorgfältig betrach⸗ tet, wieder auf die Staffeleiund nochmals wieder⸗ holt, fuhr er nach einer Pauſe fort,wenn Sie Zeit und Laune haben, dieſen Kopf für mich fertig zu machen, werde ich Ihnen dankbar dafür ſein.