Achtzehntes Kapitel
beſchließt vielleicht langweilig.
Wir könnten nun, theurer und geneigter Leſer, noch
viel merkwürdige und vielleicht auch intereſſante Dinge er⸗ zählen, von unerhörten Feſtlichkeiten, die bei Hofe vor ſich 4 gingen, von glänzenden Vermählungen, von Feuerwerken und Illuminationen. Doch ſei es ferne von uns, deine Geduld mit Sachen zu ermüden, die in der jetzigen ſo ſehr bewegten Zeit zu den Alltäglichkeiten gehören. Da wir von Vermählungen in der Mehrzahl ſprechen, ſo iſt ſelbſtredend auch die des Herrn von Fernow mit Fräulein von Ripperda darunter begriffen, wodurch die Befürchtung, als habe das Duell des Majors mit dem Baron Rigoll ein blutiges 4 Reſultat geliefert, in ſich ſelbſt zerfällt. Indem wir dieſes Duell, welches wirklich ſtattfand, nicht erzählen, entgeht uns 3 allerdings der Vorwurf einer pikanten Schilderung: wir hätten der Wahrheit gemäß ſagen können, daß gegen ſieben Uhr an dem bezeichneten Abend Baron Rigoll an der Seite 4
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