vielleicht ein Diener, eine Katze, oder vor den Fenſter ein
beginnt langweilig.
Kopfe auf die Ausgangsthür zu, öffnete dieſelbe weit und machte eine tiefe Verbeugung, als die Herren in das Veſti⸗ bule hinaustraten..
Hier ſaß auf einem Banquet in der Ecke ein einſamer La⸗ kai, der, niedergedrückt von Stille und Langeweile, ſanft ent⸗ ſchlummert war, jetzt aber, beim Hören der herannahenden Schritte, ſo eilfertig aufſprang und ein ſo grinſendes Geſicht machte, als habe er ſich auf's Lebhafteſte mit den intereſſan⸗ teſten Dingen der Welt unterhalten, und als ſei es ihm gar nicht eingefallen, das Auge zum Schlaf zu ſchließen. Als ihn aber die beiden Herren hinter ſich gelaſſen hatten, gähnte er ſtark, dehnte und reckte ſich, und brummte mißmuthig in ſich hinein:
„Nicht einen Augenblick Ruhe hat man in dem Schloß!“
Darauf ſank er wieder auf das Banquet zurück und ſetzte unter tiefen, ſchnarchenden Tönen ſeine Betrachtungen von vor⸗ hin fort.
Am Ende des Veſtibules trafen die beiden Herren auf einen einzelnen Cavalleriepoſten, der ebenfalls ſchläfrig auf⸗ und ab⸗ ſpazierte und nicht einmal mit der gewöhnlichen Energie ſeinen Säbel anzog.
Es lag aber auch eine wahrhaft drückende Ruhe auf dem Schloſſe; die Stille und die Langeweile tönten ordentlich. In den weiten Gängen und auf den breiten Treppen entdeckte man ſelten ein lebendes Weſen, und wo ſich in weiter Entfernung


