Teil eines Werkes 
1. Bd. (1857)
Entstehung
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beginnt langweilig.

Das iſt leider Gottes nicht ganz unrichtig! rief der Andere;doch iſt deine Theorie offenbar darauf ein⸗ gerichtet, die Leute verrückt zu machen. Geh' mir mit dei⸗ nem Philoſophiren; es iſt mir ein viel behaglicheres Gefühl zu wiſſen: Ich habe einmal kein Glück, als zu glauben, es gaukle um mich her, unſichtbar, unerreichbar, wobei ich mir jeden Augenblick den Vorwurf machen muß: Hätteſt du ſtatt rechts links gegriffen, hätteſt du dies gethan oder jenes unterlaſſen, ſo würdeſt du jetzt das Glück in deiner Hand haben. Ah! Das iſt ein unerträglicher Gedanke und könnte einen Menſchen wirbelig machen.

Der Kammerherr war eben im Begriff mit dem Zeige⸗ finger der Rechten auf den Mittelfinger der Linken überzu⸗ gehen, als ſich eine der Flügelthüren geräuſchlos, faſt geſpen⸗ ſterhaft, von ſelbſt zu öffnen ſchien, ſo daß ſich erſt, als beide Flügel weit offen ſtanden, der dienſtthuende Kammer⸗ diener zeigte, ein großer, gutgewachſener Mann, auf dem Geſicht ein ewiges Lächeln, mit ſanft geſpitztem Munde, und Augen, die, ſo lange er ſich im Dienſte befand, in Glück

und Freude zu ſchwimmen ſchienen. Er blickte nach der Uhr,

welche über der Thür angebracht war, und ſagte unter einem ſanften Lächeln:

Seine Hoheit, der Regent, machen ſo eben einen kleinen

Gang in den Park, werden auch vor der Tafel nicht zurückkehren, was ich mir hiermit erlaube anzuzeigen, und die ganz gehorſame Bemerkung hinzuzufügen, daß es vielleicht für die Herrſchaften

Hackländer. Der Augenblick des Glücks. 1I. 2 4