Teil eines Werkes 
1. Bd. (1857)
Entstehung
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Erſtes Kapitel

4 helle Nacht verſpkach, hatte ſich mit grauen Schleiern über⸗ zogen; es wetterleuchtete nicht nur fern am Horizonte, ſon⸗ dern auch auf dem Geſichte des jungen Freiherrn Kalb von Kalbsfell, der u. ſ. w. u. ſ. w. Stand er nun am Fenſter ſeines Schloſſes oder lehnte er an einer dicken Buche, wir wiſſen, daß es auf ſeinem Geſichte ebenfalls wetterleuchtete, und daß ſeine ſchöne Phyſiognomie der Be⸗ weglichkeit fähig und auch im Stande war, fremde Eindrücke wiederzuſpiegeln. 3

Wohlthuend iſt es auch, wenn es uns erlaubt iſt, ſa⸗ gen zu dürfen:Dem Morgen entgegen, der ſich roſig aus⸗

breitete über Berg und Thal, rollte ein eleganter Reiſe⸗ wagen, und der junge, ſchöne, blondgelockte Mann in dem⸗

ſelben blies die Wolken ſeiner ächten Havanna mit einem unendlichen Behagen vor ſich hin, die grauen kräuſelnden Wolken, die höher und höher aufſteigend jetzt vom erſten Strahl der Sonne getroffen und vergoldet wurden.

Kreuz Tauſend Schock Millionen Donnerwetter! rief der Lieutenant von Sperberbach, als er Morgens in der Frühe erwachte und zu ſeinem großen Schrecken entdeckte, daß er den Ausmarſch des Regiments verſchlafen. Das iſt auch ein ſchöner Anfang.

Nicht minder:

Mama, ſprach Louiſe. Mein Kind? meinte die Mutter. Ich ſah ihn wieder nicht im Theater.

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