Teil eines Werkes 
26. Bd. (1860) Werke
Entstehung
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268 Zeitungsartikel in aufſteigender Potenz.

commandirten. Man ſagt, es ſei Generalmarſch geſchlagen worden und die Stadt ſei vollkommen im Aufruhr. Wird man jetzt auch wieder ſe hhonend verfahren, wird man jetzt nicht endlich einmal ein⸗ ſchreiten gegen die Urheber ſolcher Gräuelthaten? Oder wird man ab⸗ warten, bis das ganze Volk entrüſtet aufſteht und ſelbſt zu Gericht ſitzt?

Sechs Stunden von der Reſidenz.

Es iſt eine der ſchreiendſten Unthaten begangen worden, ein namenloſes Verbrechen, welches noch nie ſtattfand, ſeit die Welt ſteht. Sie haben von der äußerſt würdigen Art und Weiſe gehört, mit welcher die letzte Volksverſammlung begann. Aber leider konnten die Männer, welche für das Wohl des Volkes ihr Leben einſetzten, ihre glorreiche Sache nicht zum Ende führen. Kaum hatte Herr X. mit erhebenden Worten von den Rechten des Volkes geſprochen und ihm die Banden und Ketten gezeigt, mit denen es täglich mehr geknechtet wird, ſo überfiel eine zu dieſem Zweck von der fluchwürdigſten Reaction bis dahin verſteckt gehaltene Militärmacht die harmloſe Verſammlung. Man ſpricht von mehreren Regimentern, welche zu dieſer Schandthat aufgeboten wurden. Schonungslos metzelten dieſe Wütheriche, dieſe

Thiere in militäriſchen Röcken, Alles nieder, was ihnen in den Weg

kam.Zu den Waffen! ſchrien die Bürger. Es wurde General⸗ marſch geſchlagen, und nachdem die Bürgerwehr dem Kampf ein Ende gemacht, beſchloß ſie auf dem Philipp'ſchen Bierkeller unter dem Donner reactionärer Geſchütze und unter dem Blinken reactionärer Bajonnete eine Petition an die Regierung, die militäriſchen Horden augenblicklich aus der Stadt zurückzuziehen.

Nachſchrift.

Am Schluſſe dieſes entſetzlichen Tages war es rührend anzuſehen, wie einige der ſchwer getroffenen armen Schlachtopfer den, wie man