Teil eines Werkes 
15. Bd. (1855) Werke
Entstehung
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Schuldig! 3 327

Frau Bendel oerächtlich).

Er ein Nachtwandler? Das müßte ich als Hausfrau auch wiſſen; ich habe nie etwas davon an ihm verſpürt. Ein Nacht⸗ ſchwärmer iſt er, aber kein Nachtwandler.

Kratzer Czu ſeinem Freunde).

Nur Offenheit! Oeffne deßhalb jene Thüre. GZu Frau Bendel.) Es gibt Nachtwandler, die das Ding lange treiben, ehe man es merkt, das ſpaziert zum Fenſter hinaus, über die Dächer hinweg, wie wir auf dem Fußboden ganz und gar Katzennatur!

Neunter Auftritt. Die Vorigen. Eliſe.

(Müller, welcher die Thüre aufſchließt, wagt Eliſe nicht anzuſehen.)

Kratzer

czu Frau Bendel, welche auffahren will). Mäßigen Sie ſich; das ſcheint mir eine ſehr anſtändige Per⸗ ſon zu ſein. 4 Frau Bendel oerächtlichd. Anſtändig? Kratzer. Machen Sie keinen Eclat! Goshaft) Vielleicht lieben ſich die Beiden. Man muß den jungen Leuten behülflich ſein. Frau Bendel. Ich will zu nichts behülflich ſein Manſell! Eliſe Cfür ſich). Ich darf Eduard nicht verrathen, ich werde ſchweigen. Frau Bendel. Mamſell, wie kommen Sie in dies Haus?

(Müller ſteht in der Mitte, links das junge Mädchen, rechts Frau Bendel, welche Kratzer zu beſänftigen und zurückzuhalten ſucht.).