Teil eines Werkes 
15. Bd. (1855) Werke
Entstehung
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Schuldig!. 313

Müller.

Daß ich die ganze Nacht zu Haus geweſen ſei. Nun, das würde mir doch ſehr leicht werden.

Kratzer(ſich die Hände reibend).

Leicht? lieber Freund, ſchwer, ſchwer! rein unmöglich! Es ſah dich Niemand in's Haus gehen, vielmehr behauptet die Magd, du ſeiſt vor einer halben Stunde erſt herauf geſchlichen, dein Bett iſt unberührt, deine Hand zittert, du ſprichſt von ſchreckli⸗ chen Träumen, deine Nerven ſind aufgeregtz ja ſiehſt du, lie⸗ ber Müller, und wenn du mein Bruder wärſt, ich ließ dich ein⸗ ſtecken.

Müller(erzürnt).

Jetzt bin ich deiner Dummheiten ſatt. Biſt du denn gekom⸗ men, mir meinen Morgen zu verderben? Iſt denn das der Dank dafür, daß ich dir einen ſo guten Kaffee mache?

Kratzer.

Was den guten Kaffee anbelangt, ſo beweist das gerade deine heilloſe Zerſtreuung. Du haſt Waſſer in die Maſchine gethan und den Hahn aufgedreht.

Müller.

Alle Teufel! das iſt wahr. Da müſſen wir geſchwinde auf⸗ wiſchen.(Er ſucht in der Taſche nach ſeinem Sacktuch, da er es aber nicht findet, ſo nimmt Kratzer das Taſchentuch vom Boden auf und wiſcht damit den Tiſch ab.)

1 Kratzer(beſteht das Tuch).

Du haſt feine Taſchentücher.

Müller cärgerlich).

Nun, mir ſind ſie fein genug. Jeder ſchafft ſich an, wozu er die Mittel hat.(Er macht auf's Neue und brummend die Kaffeemaſchine in Ord⸗ nung. Kratzer ſetzt ſich rittlings auf einen Stuhl.)

Kratzer.

Ich habe noch eine andere ſehr intereſſante Geſchichte im

Referat..