Teil eines Werkes 
15. Bd. (1855) Werke
Entstehung
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Schuldig!

. Eduard.

So beruhige dich doch, mein Kind. Der Herr Polizeirath, dein Vater, ſoll es ja auch nicht erfahren; deßhalb haben wir uns ja eben in das Haus geflüchtet.

Eliſe.

Wenn man mich ſieht, iſt mein Ruf auf ewig dahin. O Eduard,

wir waren recht leichtſinnig! Eduard.

Nein, wir haben Unglück gehabt. Iſt es denn nicht Unglück, daß gerade, als wir um die Ecke biegen wollten, ein Wagen voll Bekannter uns begegnet, die eine Landpartie machen? Aber es⸗ ſoll noch Alles gut werden! Der Kanzlei⸗Aſſiſtent hier iſt mein Bekannter, ein alter, ruhiger Menſch. Ich will ihn wecken, bleibe du hier nur an der Thüre ſtehen, ich will ihm die Sache ausein⸗ ander ſetzen; hier unten wohnt ja deine Putzmacherin, zu ihr gehſt du, ſobald ſich ihre Thüre öffnet. Der ſchöne Sommermorgen er⸗ klärt den frühen Ausgang.(Er ſchleicht ſich um die ſpaniſche Wand, während Eliſe einen Schritt vorwärts macht.) Aber, was ſeh' ich! Er iſt nicht in ſeinem Bette.

Eiliſe cerſchrict).

Ah! Cceiſe, behutſamy. Er ſchläft dort auf dem Stuhle. Aber wir können ihm nicht trauen, er iſt mit der Frau Bendel ſehr liirt, er kann ihr dieſen Spaß nicht verſchweigen und ſie wird es aller Welt wieder erzählen.— Ach, Eduard, was wird daraus werden?

Eduard. Verzweifle nur nicht gleich! Soll ich ihn wecken? Eliſe.

Nein, um Gotteswillen nicht!

Eduard.

Dann weiß ich nur noch einen Ausweg. Hier nebenan iſt eine Kammer, in welche er ſelten kommt. Cor geht zur Thüre und ſieht, ob

ſie nicht verſchloſſen iſ.) Er bewahrt hier ſeine Kleider, aber da er