Maguetiſche Kuren. 287
Graf.
So ein leichtſinniger Obenhinaus,— der ſeine Geſchäfte ver⸗ nachläſſigt, und ſtatt im Gerichtsſaal, nur auf Bällen und Mas⸗ keraden zu finden iſt?— Wie?
v. Rahden Cfür üich.
Was ſoll ich da antworten?
Graf. Nun, ich ſehe ſchon, Sie wiſſen auch nicht viel zu ſeinem Lobe zu ſagen. v. Nahden. Doch Einiges, Excellenz! Graf. Gewiß wenig! Die jungen Leute heut zu Tage ſind ſehr verdorben. v. Rahden. Excellenz, ich muß Sie in der That bitten— Graf.
Beſter Doktor? Sie werden mich doch nicht mißverſtehen?— Sie wiſſen, welche große Stücke ich auf Sie halte. Cceiſe,) Ich kenne Ihre Diskretion; ich will Ihnen ſpäter ſagen, was es mit dem Rahden für eine Bewandtniß hat. Wenn alle jungen Männer
wie Sie wären, dann könnte jeder Vater ruhig ſein. (Er geht nach links ab.)
Sechster Auftritt. v. Rahden. Gräfin Anna. v. Nahden Was war das, Anna? Um Gotteswillen! was iſt hier vor
gefallen? (Sie hat ſich auf der linken Seite in einen Fanteuil geſetzt, er ſteht vor ihr, und faßt ihr e beiden Hände.)


