Teil eines Werkes 
15. Bd. (1855) Werke
Entstehung
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Der geheime Agent.

Graf Cfar ſich. Alle Wetter! Er iſt gut verſehen, über dieſe Angelegenheit fielen erſt heute Morgen die erſten leiſen Andeutungen.

Herzog(der kopfſchüttelnd in ein Zeitungsblatt geblickt).

Sie haben ſonſt nichts mehr, lieber Graf? Sie ſehen, Ihre Geheimniſſe ſind heute werthlos für mich. Ich weiß ſie bereits.

Graf.

Ja, Euer Durchlaucht, und ich bin ganz überraſcht— nieder⸗ gedrückt.

3 Herzog.

Es iſt freilich nicht recht von Ihnen, lieber Graf, daß Sie erſt heute anfangen, offenherzig zu ſein, wo mir Ihre Offenherzig⸗ keit nichts mehr hilft, da ich, wie Sie ſehen, von Allem unter⸗ richtet bin.

Graf. Von Allem? Herzog.

Durch meinen geheimen Agenten.

Graf cnach einem kleinen Kampfe).

Es iſt wahr, Euer Durchlaucht, ich machte mir beſtändige Vor⸗ würfe, daß es uns nicht vergönnt war, Euer Durchlaucht mit Allem, was vorging, ſo in Kenntniß zu ſetzen, wie es freilich meine Schul⸗ digkeit geweſen wäre. Aber Euer Durchlaucht kennen den heißen Wunſch der Frau Herzogin—

Herzog.

Ja, ja!

* Graf. Stets im Geheimen für das Wohl Euer Durchlaucht zu ar⸗ beiten,— daß es alſo für uns unmöglich ward— * Herzog. Laſſen Sie dieſe Entſchuldigungen, beſter Graf! Geſchehene Dinge ſind nicht zu ändern und für die Zukunft—