Teil eines Werkes 
15. Bd. (1855) Werke
Entstehung
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Der geheime Agent. 25

glücklich dadurch. Deine verſtändige Bereitwilligkeit, mit welcher du auf jenen meinen großen Wunſch eingehſt, iſt allein im Stande, meine ſchwachen Lebensgeiſter zu erhalten. Herzog. Gönnen Sie ſich Ruhe, Mama. Sie ſcheinen mir angegriffen. Verſchieben wir die nähern Beſprechungen für eine andere Zeit.

Herzogin.

Du haſt recht, führe mich zu meinem Zimmer. Ich muß einen Augenblick ruhen. Ach, mein Alfred, ich wußte es immer, daß du meine Stütze werden würdeſt, die Stütze einer armen Frau, die allein ſtehend unter der Laſt der Geſchäfte faſt zuſammenbrach. Verzeihe mir die kleinen Grillen, meine Eigenheiten, die ich habe; aber wofür denke ich, wofür arbeite ich? Nur zu deinem Beſten! Apropos! mein Sohn, du haſt heute Morgen den guten Gra⸗ fen Steinhauſen etwas ungnädig entlaſſen, obgleich er in meinem Auftrage ſprach. Ich kann doch nicht glauben Clarker betonend daß der Lärm der Muſik und das Gewühl, das gemeine Jauchzen der Menge deinem Ohre wohlgefälliger, als die Bitten deiner Mut⸗ ter erklingen! Laß mir meine ſtillen Freiſtunden!

Herzog.

Aber, Mama! Meine kleinen Sonntags⸗Vergnügungen können

Sie unmöglich hier im Schloſſe ſtören. Herzogin(ſtärker ſprechend).

Ja, ſie ſtören mich, mein Sohn, wenn auch nur meine Seelen⸗ ruhe. Es kann mir nicht gleichgültig ſein, wenn der regierende Herzog das Beiſpiel gibt, wie der Sonntag zu entheiligen iſt, wenn mein Sohn zu frivolen Tänzen an dem Tage aufſpielen läßt, wo nur fromme Gebete zum Himmel ſteigen ſollen. Ich wünſche das nicht. GSehr ſchwach ſprechend) O meine Nerven! Die geringſte Alter⸗ ation ſpannt mich entſetzlich ab. Ich werde kaum an der Tafel erſcheinen können. Nicht wahr, du ſagſt dem Grafen ein paar