Teil eines Werkes 
12. Bd. (1855) Werke
Entstehung
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32 Vierundvierzigſtes Kapitel.

. liegender Blätter, für welches ich bis jetzt geſchrieben, ſo viel er⸗ quickliche und freundliche Theilnahme bezeigt und für die Geſtalten, die ich aufgeſtellt, ſo warm und lebendig gefühlt, daß ich nicht umhin konnte gewiß in der freundlichſten Abſicht, jene Frage an mich, venn ſie auch nur einen Hund betraf, zu beantworten. Zugleich bekam ich hiedurch Gelegenheit, den treuen Sultan wieder in die Geſchichte hinein zu ziehen, was unterlaſſen zu haben ich mir zum großen und gerechten Vorwurf gemacht.

Vierundvierzigſtes Kapitel.

Handelt von Angenehmem und Unangenehmem in einer Familie, und zeigt, daß die Böſen, wenn ſie auch Einen Weg gehen, doch oftmals verſchiebener Meinung ſind.

An jeuem ſo denkwürdigen Tage hatte ſich Madame Schoppel⸗ mann ſchon um halb vier Uhr mit ihrer Tochter auf den Weg begeben, um ja zur rechten Zeit im Stillfried'ſchen Hauſe zu er⸗ ſcheinen. Sie hatte in ihrem Anzuge das Uebermögliche geleiſtet und ſah ungemein ſtattlich aus; ſie war auch in die Nähe des Hauſes gekommen, ehe es noch drei Viertel geſchlagen hatte, und ſpazierte nun mit Katharina in einer entlegenen Straße auf und ab, indem ſie alles Ernſtes behauptete, es müſſe an den Kirchen⸗ uhren irgend etwas geſchehen ſein, denn nach dem richtigen Laufe der Zeit ſollte es ſchon lange vier Uhr geſchlagen haben. Endlich kam der erſehnte Moment herbei; der alte Jakob ſtand ſchon unter dem Thore, ſie erwartend, und führte ſie ſogleich die Treppen hin⸗ auf zur Staatsräthin.

Dieſe hatte die Beiden ungemein freundlich empfangen und