Teil eines Werkes 
2. Th. (1864)
Entstehung
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Jakob, ich nicht! Mag ich in der Hölle brennen, wenn ich je ein Wort mit dem Proveditore geſprochen; die Zunge ſoll mir abfaulen, wenn ich es je gethan!“

Der Cardinal ſetzte dieſen Ausrufungen damit ein Ziel, daß er mit der größten Freundlichkeit verſicherte, er hätte gleich von Anfang an die Venetianer für gott⸗ loſe Verleumder gehalten, die an keinem Menſchen einen guten Faden ließen; am wenigſten aber an einem tapfe⸗ ren Soldaten, wie der vor ihnen ſitzende Namensge⸗ fährte jenes ruchloſen Tſchapin, der natürlich nur eine Erdichtung venetianiſcher Bosheit ſei.

Molart, der die ganze Zeit über etwas nachgegrü⸗ belt hatte, fragte den Cardinal plötzlich, ob der gefangene Geiſtliche nicht Villerius geheißen hätte.

Khleſl zuckte die Achſeln und entgegnete:„Iſt mir ſehr leid, aber ich kann mich trotz aller Anſtrengung des Namens nicht mehr entſinnen.“

„Aber der Beichtvater Erzherzog's Ferdinand's— damals war er noch Erzherzog, wurde auf dem Wege zwiſchen Görz und Laibach aufgehoben.“

„Wirklich?“ fragte der Cardinal in einem Ton, der zwiſchen Verwunderung und Spott ſchwankte.

„Ich verſichere Euch.“

„O Euer einfaches Wort genüg!“

„Hieß jener Gefangener vielleicht Villerius?“

„Beſchämt mich nicht länger, beſter Herr,— ich