An Herrn Profeſſor Hermann Hettner
in Jena.
So lege ich Ihnen endlich das Buch vor, dem Sie ſchon ſo lange freundlichen Antheil und liebevolle Aufmunterung ſchenk⸗
ten. Ihnen dafür zu danken, zugleich aber auch öffentlich es
auszuſprechen, wie hoch meine Freunde und ich Ihre Verdienſte
um unſere poetiſche Literatur anerkennen, widme ich Ihnen dieſes—
Buch und ziere es mit dem Namen eines Mannes, der ſich trotz ſeiner vielſeitigen gelehrten Bildung jene lebensfriſche Begeiſte⸗ rung, jene warme Hingebung und edle Humanität bewahrt hat, die allein den inneren Beruf des Aeſthetikers und Kritikers be⸗ kunden.
Fahren Sie fort, uns in dieſer Weiſe auch fernerhin Lehrer, Bildner und anregender Freund zu ſein und ſeien Sie überzeugt, daß Ihr Einfluß auf Sitte, Bildung und Reinheit der An⸗ ſchauung in Allem, was die holden Muſen Schönes und Freund⸗ liches gewähren, immer bedeutſamer und ſegenbringender ſich geltend machen wird.
Frankfurt a. M. 1. September 1853.
Otto Müller.
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