Teil eines Werkes 
1. Th. (1860)
Entstehung
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jungen Burſchen Griff in's Ungefähr hatte eine tiefe, ob⸗ wohl ſeit lange verſtummte Saite in mir berührt.

„Vielleicht, Fritz,“ erwiderte ich traurig,„bin ich eines ſolchen Glückes nicht werth. Ueberdieß„zwei Seelen woh⸗ nen, ach! in meiner Bruſt!“ Ich wünſche immer, und fürchte doch, mein Ideal zu finden. Ich wünſche, brauch' ich Dir zu ſagen, warum? ich fürchte, denn wenn ich ſie fände, dürfte ich die Frau, die ich liebe, bitten, ſolch' ein Loos, wie das meine, zu theilen? Du weißt ja, wie hoff⸗ nungslos ich bin. Und ſo muß ich mich in mein einſames Leben ergeben. Ich gewinne Kraft, irgend wie— frage nicht woher— es zu ertragen und damit zufrieden zu ſein. Aber„es iſt ſchon zu viel davon“, wie Hamlet ſagt. Die Melodie wird zu traurig. Laß uns von Deinem ſchönern Looſe und Deinen heiterern Hoffnungen ſprechen. Du, Fritz, haſt das Recht, ein Weib zu ſuchen und zu gewinnen, zu heirathen, die Du liebſt. Und Du wirſt es doch thun; Du wirſt Deine Irrthümer widerrufen, Deine Fehler abſchütteln,„wie Thautropfen von eines Löwen Mähne’“, und ich werde glücklich ſein, indem ich Dein Glück ſehe. Vergiß nicht,“ fügte ich heiter hinzu,„es iſt ein Anthropologe, der Dir das prophezeiht!“

Fritz ſchien auf dieſe Prophezeihung nicht viel zu geben. „Was würdeſt Du vorziehen zu ſein, ein Prophet oder