Teil eines Werkes 
1. Th. (1848)
Entstehung
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von einem einzigen ernſtlichen Angriffe, der vor ungefähr zehn Jahren geſchah. Eine Schaar von Kriegern rückte kühn gegen die Stadt Socorro an der ſüdlichen Gränze. Es kam zum Kampfe zwiſchen ihnen und der meiicaniſchen Streitmacht, die aus einer Kompagnie Linientruppen und der geſammten Miliz des Ortes beſtand. Die Mejicaner wurden bald gänzlich zerſtreut und in die Straßen ihrer Stadt gejagt, wobei ſie einen bedeu⸗ tenden Verluſt erlitten. Die Wilden nahmen ihre Todten mit, doch ſollen ſte nur ſechs bis ſteben Mann verloren haben. Ich war am Tage nach dieſem Unglücke in der Nachbarſchaft. Es herrſchte allgemeine Beſtürzung unter den Einwohnern, die ſtünd⸗ lich einen neuen Einfall der Wilden erwarteten.

Man hat von Zeit zu Zeit, beſonders in Chihuahua, ver⸗ ſchiedene Plane entworfen, den Verheerungen der Indianer zu ſteuern, aber meiſt ohne Erfolg. Der bedeutendſte war das ſo⸗ genannteproyecto de guerra im Jahre 1837. Es wurden verſchiedene Belohnungen ausgeſetzt, die von einer zu dieſem Zwecke aufgebrachten Summe bezahlt werden ſollten. Für die Schädelhäute eines erwachſenen Mannes, einer Frau und jedes Kindes wurden 100, 50 und 25 Dollars verſprochen. Zur Ehre der Republik war jedoch dieſer barbariſche Plan nur einige Wochen in Wirkſamkeit und erhielt nie die Zuſtimmung der Geſammtregierung, wiewohl einige der einſichtigſten Bürger von Chihuahua ihn eifrig vertheidigten. So lange die Sache be⸗ ſtand, hielt man ſich ſtreng daran. Ich ſah einſt eine Reiterab⸗

Phuus in Chihuahua einrücken, deren Anführer eine friſche Schädelhaut auf der Spitze ſeiner Lanze trug, die er im Jubel über ſeinen Sieg hoch in der Luft ſchwang. Das nächſte Stück der Zeitung enthielt einen amtlichen Bericht über den Vorfall. Die Soldaten verfolgten einen Schwarm Apaches, als ſie auf eine Indianerin ſtießen, die zurückgeblieben war, um ihr kleines Kind in Sicherheit zu bringen. Die Mutter ward ohne Erbar⸗ men niedergemetzelt und ihr die Schädelhaut abgelöſt, eben die auf die Lanze geſteckte. Der Offtzier ſchloß ſeinen Bericht mit