Zweiter Abſchnitt.
Stapelplätze des Handels nach Santa Fe.— Eine Prairieenreiſe als treffliches Heilmittel für chroniſche Krankheiten.— Reiſevorräthe.— Geſpann.— Beladung der Wagen.— Romantiſirende Reiſende.—
Der Aufbruch.— Prairieenregen.— Sumpf.— Plündernde India⸗ ner.— Council Grove.— Wahlumtriebe in den Prairieen.— Ein⸗ richtung der Karawane.— Luſtreiſende und Landſtreicher.— Wach⸗ dienſt.— Tracht der Geſellſchaft.— Reiſeholz.
Man hat häufig St. Louis als den Stapelplatz des Santa Fe⸗ Handels betrachtet; aber dieſe Stadt iſt in der That niemals weder ein Sammelplatz noch ein Ausrüſtungsort geweſen, ausge⸗ nommen für kleinere Geſellſchaften von Kaufleuten, die aus der nächſten Nachbarſchaft aufgebrochen waren. Dagegen kann man behaupten, daß die Stadt Franklin am Miſſouri, ungefähr hun⸗ dertfunfzig Meilen weiter weſtwärts, die Wiege dieſes Handels geweſen ſei, und von ihr, ſo wie aus verſchiedenen benachbarten Städten ſind viele Jahre lang die meiſten jener kühnen Handels⸗ leute ausgezogen. Als aber gegen das Jahr 1831 die Schiff⸗ fahrt auf dem Miſſouri bedeutend in Aufnahme gekommen war, und die Vortheile eines näher an der weſtlichen Gränze gelegenen Verladungsplatzes ſich herausſtellten, indem man dann faſt hun⸗ dert Meilen eines beſchwerlichen Landtransports über rauhe, zum Theil ſchlammige Wege erſparte, hob ſich bald, als der gelegenſte Ort, die neue Stadt Independence, nur zwölf Meilen von der Gränze des Indianergebietes, zwei bis drei ſüdlich vom Miſſouri, zu einem lebhaften Stapelplatz empor, wo die meiſten Karawanen zum Aufbruch ſich ausrüſten, und iſt es ſeitdem geblieben, trotz allem Widerſtand. In dieſe reizende und bereits zu einer an⸗


