Nr. 212.:„Die Fabel ſpannt die Neugier, und unterhaͤlt die Aufmerkſamkeit des Leſers. Die einzelnen Theile des Gemaͤldes ſind mit Waͤrme und Friſche ausgefuͤhrt, und ein auf das Hoͤhere im Leben gerichteter Sinn iſt uͤberall zu bemerken.“.
Die Bildhauer.
Roman
von Karoline v. Woltmann. 2 Baͤnde. 8. geheftet 3 Rthlr.
Von den ausgezeichnet guͤnſtigen Beurtheilungen, welche dieſer Roman unter andern in der Jenaiſchen Litteratur⸗ Zeitung 1829. Nr. 135. und in der Berliner Voſſiſchen Zeitung 1829. Nr. 137. erfahren hat, lautet die letztere: „Die Bildhauer“ verdienen unter der Fluth gehaltloſer, verkehrter und verderbter Romane der neueſten Zeit eine ausgezeichnete Erwaͤhnung. Der Zweck der geiſtreichen Verfaſſerin, das Poetiſche, das in Kunſt und Leben des Bildhauers liegt, fuͤr eine Dichtung zu benutzen, iſt ihr auf eine eben ſo phantaſiereiche als ungezwungene Weiſe gelungen, und ihr Werk verdient neben Wagner's aner⸗ kannte Verſuche dieſer Art geſtellt zu werden. Sie hat ernſte Studien und heitere Betrachtungen der Kunſtwelt an eine durchgehends intereſſante Erzaͤhlung geknuͤpft, und treffende Charakterzeichnungen darein verwebt. Vor allem empfehlen wir dieſes Buch den Frauen. Es gehoͤrt zu den ſeltenen Werken, welche, indem ſie die Kenntniß und Liebe der Kunſt foͤrdern, dies auf eine Weiſe thun, die dem zar⸗ teren Geſchlechte auch die kleinſte Befangenheit erſpart. Die Verleger haben es uͤbrigens ſehr geſchmackvoll aus⸗ geſtattet.“
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