Paͤchter Martin.
3. Doch Schlaf iſt ja des Menſchen Tod, Er ſchaffet Ruh den Muͤden, Nimmt Leidenden die Buͤrde ab, Und bringt zum ew'gen Frieden.
Weint, Freunde, nicht; denkt: Wiederſehn!
Die Todten werden auferſtehn!*)
4. Belebend ſinkt ein Sonnenſtrahl Einſt auf die Graͤber nieder; Und was hier ſchlaͤft, erwachet dann Zum ſchoͤnern Leben wieder. Im Winter ſtarb die Roſe; ſeht! Sie bluͤht vom Fruͤhlingshauch umweht.
5. Und was man hier der Erde giebt, Iſt nur des Geiſtes Huͤlle. Unſterblich iſt des Menſchen Geiſt! Vernunft und guter Wille
*) Auferſtehung— es iſt und bleibt doch eine ſchoͤne bildliche Vorſtellung von Unſterblichkeit!


