Teil eines Werkes 
16. Bd. (1816)
Entstehung
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Hrikhier Theil. 285

heißer Sehnſucht wuͤnſchen, und noch weniger durch Ungerechtigkeit und Verletzung heiliger Pflichten Guͤter zu erwerben ſuchen, die wir nie in unſer Herz auffaſſen koͤnnen, die uns vielleicht morgen entriſſen werden, und die wir wenigſtens am Grabe zuruͤck laſſen muͤſſen!

Vergaͤnglich iſt das menſchliche Le⸗ ben mit ſeinen Freuden, aber auch mit ſeinen Leiden. Darum verzage nicht muthlos unter den Leiden die⸗ ſes Lebens!

Da ruhen ſie aus im ſtillen Grabe, alle die unter der Buͤrde ſchwerer Leiden ſeufzten, alle die Ungluͤcklichen, denen das Schickſal heiße Thraͤnen zum Loes des Lebens gab. Freylich wohl waren manche unter ihnen, die ſich ſelbſt und Andern das Leben verbitterten, ſich ſelbſt Sorge und Gram und Leiden ſchufen, denen das Leben keinen Werth hatte, weil ſie den hohen Zweck deſſelben verkannten; Menſchen, welche durch ungemaͤßigte Wuͤnſche ſich um den freudigen Genuß des Guten, das ihnen hienieden zu Theil ward, oder im Gegentheil durch Unmaͤßigkeit im Genuß ſich fluͤh um alle Genußfaͤhigkeit brachten,