Teil eines Werkes 
16. Bd. (1816)
Entstehung
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Dritter Theil.. 19

ſcheidenheit, von einem Manne, der ſo viel gab, noch mehr zu fordern; aber der Wunſch: das gemeinnuͤtzigſte Werk uͤberall zweckmaͤßig benutzen zu ſehen, ſcheint jene Bitte verzeihlich zu machen.

Viiel Gutes darf man auch mit Zuverſicht von der Beckerſchen Liederſammlung erwar⸗ ten. Sie gehoͤrt zum Noth⸗ und Huͤlfsbuͤchlein, mit welchem ſie in engſter Verbindung ſteht, und vorzuͤglich die durchdachten ſittlichen Grundſaͤtze dem Herzen naͤher bringen ſoll, wie das Geſang⸗ buch zur Bibel. Wer es weiß, wie gern(was ſehr gut iſt) der gemeine Mann, und beſonders Juͤnglinge und Maͤdchen der niedern Staͤnde, bey jedem Luſtgelage, und ſo oft ſich ſonſt Gelegenheit darbietet, ſingen; aber auch,(was nun nicht gut, was vielmehr fuͤr ihre ſittliche Bildung uͤberaus nachtheilig iſt) welchen Schmutz und Unſinn ſie zu ſingen pflegen: der wird auch dieſe Zugabe zur Volksveredlung ſegnen. Freylich iſt nun das Lie⸗ derbuch wie ſich es bey den mannigfaltigen Beytraͤgen von ſehr verſchiedenen Dichtern leicht denken laͤßt nicht ſo fleckenlos und vollendet, wie das Noth⸗und Huͤlfsbuͤchlein ſelbſt; aber es