8 Paͤchter Martin.
denn ihre Werke waren finſter!) einen ſolchen Unglauben vorgaben, urtheilten nun deſto lauter: daß das ganze Unternehmen der Volksaufklaͤrung das Werk der Schwaͤrmerey und des Eigennutzes ſey. Bey dieſem Urtheile erlaubte man ſich um ſo zuverſichtlicher einen ſpoͤttiſchen Seitenblick auf die Beckeriſche Muſterſchrift, da man den gluͤck⸗ lichen Erfolg, das Gluͤck des Verlegers, mit dem Zwecke des Verfaſſers verwechſelte, und ſich es nur nicht zu erklaͤren wußte: wie dieſer ſich doch ſo wenig auf ſeinen Vortheil verſtehe, die ſchnelle Folge des aten, zten und 4ten Theils eines ſo g ut gehenden Buches verabſaͤumen, und es ſo ruhig mit anſehen könne, daß Andere auf dem von ihm angebauten Felde ernteten, und ohne Auftrag und Beruf mehr als eine Fortſetzung des Noth⸗und Huͤlfsbuͤchleins lieferten. Daß Becker auf eine Vorſchrift, welche Horaz denen Dichtern gab, die fuͤr Unſterblichkeit ſingen wollten, bey einem Buche fuͤr dengemeinen Mann Ruͤck⸗ ſicht nehmen, ſolch ein Buch mit ſo viel Sorg⸗ falt, Fleiß und Muͤhe ausarbeiten, das Geſchrie⸗ bene wieder durchſehen und verbeſſern, dabey nach einem tief durchdachten Plane handeln, dieſem


