Teil eines Werkes 
15. Bd. (1816)
Entstehung
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Zweyter Theil. 305

Die Wahl eines neuen Koͤnigs.

Die hohe Wahlverſammlung im Thierreiche Arabiens war jetzt beſchaͤftigt, den Wuͤrdigſten zum Koͤnige zu ernennen; und hatte, wie ſich denken laͤßt, volle Arbeit. Unter den zahlloſen Candidaten, die ſich wuͤrdig fuͤhlten, meldete ſich auch ein Pferd, das im Dienſt eines Ara⸗ bers an Geiſt und Leib verkruͤppelt war, weni⸗ ger aus Ehrgeitz dazu war es zu lange Sklav geweſen! als aus Liebe zur Bequem⸗ lichkeit und zum Wohlleben. Denn als Koͤnig, dachte es, laſſe ich Andere fuͤr mich arbeiten, und mich von meinen fleißigen Unterthanen fuͤttern. Du, ſprach der Praͤſident der hohen Ver⸗ ſammlung,du willſt Koͤnig werden? Weißt du denn nicht, daß, der neueſten Verordnung gemaͤß, nur der Wuͤrdigſte ein Recht zum Throne haben ſoll?

Das weiß ich, antwortete das Pferd, und eben darum melde ich mich; denn fragt a. Thell.. 20