34 Paͤchter Martin.
immer gethan, und ſelbſt mein Leben ſtehe in Gefahr.“ Haͤtte ich aber auch nicht Urſache,. gegen die unbekannten Rathgeber und Freunde mißtrauiſch zu ſeyn; entfliehen wuͤrde ich den⸗ noch nicht. Ich weiß, wie viel ich, bey noch ſo laut ſprechender Unſchuld, von einem Gerichte zu fuͤrchten habe, das ſchon jetzt ſo pflicht und geſetzwidrig verfaͤhrt, und deſſen Praͤſident mein Feind iſt; aber entfliehen werde ich nicht! Was ſoll mir die Freyheit, was ſoll mir das Leben ohne Ehre? Zwar ich bin Gatte, ich bin Va⸗ ter— o daß ich es nicht waͤre!— Doch, Ungluͤckliche, was koͤnnte euch rin entehrter Mann helfen? Ich muß nun gerechtferriget, nicht begnadigt— nur der Schuldige kann Begnadigung annehmen— ich muß ganz gerechtfertigt ſeyn, wenn mir nicht die weite Welt, bey voller Freyheit, zum ſchmaͤh⸗ lichen Kerker werden ſoll!——
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O warum durfte ich deinem Rufe nicht fol⸗ gen, der du mich retten, der du mich heraus reißen wollteſt aus einem Lande, wo die Unſchuld im Kerker ſchmachten muß!——


