32 Paͤchter Martin.
mich, nun ein eigenes Haus, und, was ich langſt ſehnlich gewuͤnſcht hatte, einen Garten zu beſitzen, und ſah um dieſes Gartens willen dem kommenden Fruͤhling mit Sehnſucht ent⸗ gegen. Es war der erſte Fruͤhlingstag, den ich in dieſem Garten zubrachte, voll ſuͤßer Traͤume, wie ich ihn verſchoͤnern, und mit Weib und Kind ihn genießen wolle; als ich fuͤrchterlich durch die Bothſchaft: mein Haus
ſey mit Soldaten beſetzt, meine Zimmer wuͤrn
den verſiegelt; aus meinem Traume geweckt wurde. Ich eile nach meinem Hauſe; der Se⸗ kretaͤr Nrer kommt mir mit Wache entgegen, kuͤndigt mir Gefangenſchaft an; und ohne mein Haus wieder betreten, ohne Abſchied von mei⸗ ner Frau und meinen Kindern nehmen zu duͤr⸗ fen, werde ich in den Kerker gefuͤhrt, wo ich nun in die fuͤnfte Woche ſitze, und Gott weiß! wie lange noch ſitzen werde!—
Erſt zwey Mal bin ich verhoͤrt worden. Die Urſache meiner ſchimpflichen Gefangenſchaft iſt: Der Hof von H*X macht Forderungen an den unſrigen, welche ſich auf ein Dokument gruͤn⸗ den, das ich entwendet, das ich verkauft haben
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