Teil eines Werkes 
15. Bd. (1816)
Entstehung
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Zweyter Theil. 23

ſeltnerer Rechtſchaffenheit,*) nahm ſich des

Fremden gaſtfreundſchaftlich an, machte ihm durch ſeine intereſſante Unterhaltung die Tage zu Stun⸗ den, wuͤrdigte den Juͤngling ſeines Zutrauens, ſeiner Freundſchaft; und dennoch ja dennoch haͤtte ich eine ſchmerzliche, bittere Empfindung weniger, wenn ich ihn nie haͤtte kennen lernen. Verzeihe mir, edler Mann, wenn ſich in das Andenken an deine Freundſchaft dieſe bittere Em⸗ pfindung einmiſcht, die nicht dir, ſondern mei⸗ nem ſchwarzen Verhaͤngniß gilt, welches mir die Hand, die mich retten konnte und retten wollte, von ferne zeigte, und mich dennoch ver⸗ hinderte, dieſe wohlthaͤtige Hand zu meiner Ret⸗ tung zu ergreifen!

Ich ging, ſo bald ich in der Reſidenz des Fuͤrſten, dem ich meine Dienſte widmen wollte, angekommen war, zu meinem großen Goͤnner,

*) Du goͤnnſt mir die Freude, lieber Leſer, dir eben hier zu ſagen: daß dieſer Amtmann mein Va⸗ ter war. Hieraus kannſt du dir es zugleich erklaͤren, wie mein Vater, und ich durch ihn, zu dieſer Geſchichte gekommen ſey. 4