Teil eines Werkes 
14. Bd. (1816)
Entstehung
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Erſter Theil. 231

Lage, oder doch nicht zu den Vorſtellungen, die ich mir in Einfalt meines Herzens von dem lieben Gotte, und von des Menſchen Beſtimmung mache. Ich habe es alſo zuweilen verſucht aus dem Herzen zu ſingen, wie ich aus dem Herzen bete, und habe ein paar dieſer Lieder abdrucken laſſen, in der Hoffnung: daß doch vielleicht ein und der andere Leſer mir gleich denken und gleich empfinden, und dann in aͤhnlicher Lage mir eher als manchem eigentlichen Dichter nachſingen koͤnne.

Ich glaube: daß kein Vater ſeine Kinder mehr lieben koͤnne als der liebe Gott ſeine Men⸗ ſchen liebt; daß er, bey allen unſern Thorheiten, dennoch nichts von Zorn und Strafe, ſondern nur von Beſſerungsmitteln wiſſe, und daß es des guten Vaters Wille ſey, daß ſeine Kinder recht thun, und dann ihm vertrauen, dabey ihres Lebens froh werden, und ſo viel ſie koͤnnen auch andere froh machen ſollen; daß ſie nicht viel bit⸗

ten, ſondern das Gute, das ſie haben, mehr

erkennen und dankbarer anwenden, des Lebens Leiden als wohlthaͤtige, wenn auch bittere,