Teil eines Werkes 
13. Bd. (1816)
Entstehung
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Wem nicht er des Himmels Goͤtterfunken Aus des Weſens letzter Tiefe ſchlaͤgt, Wenn er goͤttlich ſingt und feuertrunken, Bleibet, in des Stumpfſinns Nacht verſunken, Zu den Seelenloſen hingelegt.

Groß und mit der Tugend hohem Muthe, Die den Maͤnnerwerth in Lumpen ehrt, Sprach er kuͤhn und offen fuͤr das Gute, Unbekuͤmmert ob der Thor verblute,

Der vom Mark der ſtillen Einfalt zehrt.

Liebenswuͤrdig war der Mann als Dichter, Und der Dichter es noch mehr als Mann. Gluͤcklich, wer wie er ſo viel Geſichter,

So viel Herzen, auch als ſtrenger Richter, Auf den guten Weg erheitern kann.

Schiller wird mit ſeinem Poſa leben, Leben, wenn der Undank ihn vergißt. Niemand kann aͤtheriſcher uns heben,

Niemand beſſer zu genießen geben Was der Silberblick des Lebens iſt.

Seume.

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