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die Heldin ward leblos in Helenens Arme gelegt.
— Wo iſt mein Gemal? rief ſie in halber Bewußtloſigkeit.— Man ſchwieg.—— Wohl, wohl! antwortete ſie, da, wo ich auch bald ſeyn werde! Gegen die Nacht fuͤhlte ſie ſich ſtaͤrker, ſie konnte einige Befehle geben, und verſprach der verzweifelnden Helena, ſo lange zu leben, bis ſie ſie in Montmorencis Haͤnde geliefert haͤtte. Man ſagte ihr von einem Gefangenen von Bedeutung, den man gemacht haͤtte, und ſchlug ihr als Linderungsmittel ihres Schmer⸗ zes vor, ihn den Manen St. Aunexs zu opfern.—— Abſcheulich! ſchrie ſie mit aller Kraft, die ihre ſchwache Bruſt enthielt.— Man fuͤhre ihn zu mir, ich will von ihm hoͤren, wie St. Aunex ſtarb, damit ich ſterben lerne; dann mag er friedlich ziehen! Der Gefangene trat ein, es war,— ach ſollte die kaum noch athmende Conſtanze noch
Nach einigen Stunden ermunterte ſie ſich.
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