Teil eines Werkes 
13. Bd. (1816)
Entstehung
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mit gewundenen Haͤnden: man nehme mir alles, o man nehme mein Leben; nur ihn, nur ihn

ſchone man, den ewig Geliebten! Doch

wuͤrde er dulden, daß ich mit einer Nieder⸗ traͤchtigkeit ihm ein Leben erkaufte, deſſen er ſich ſchaͤmen wuͤrde? Wuͤrde Don Pedro, der klein genug denkt, mich in die ſchrecklichſte aller Verlegenheiten zu ſtuͤrzen, mir, wenn ich ihm Ehre und Pflicht aufopferte und meinen Koͤnig verrieth, Glauben halten? Hinweg jeder Anſchein von Rettung, als durch das Schwerd! Doch nein, ich bin ſchwach, bin ein Weib! ich kann irren! Nur der Wille des Gemals kann mich leiten. Wird der grauſame Don Pedro, wird er mir die letzte Befriedi⸗ gung verſagen?

Man verſtand Conſtanzen, und glaubt des Erfolgs einer ſolchen Ruͤckſprache ſo ganz gewiß zu ſeyn, daß man ſie ſich gefallen ließ.

Du haſt als eine Heldin begonnen, ließ St. Aunex ſeiner Gemalin ſagen, mein Wille iſt, daß du als eine Heldin endigeſt.

Das will ich, erwiederte Conſtanze, und