Teil eines Werkes 
11. Bd. (1816)
Entstehung
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chen. Doch dies war zu ſpaͤt; ſie waren, nach ſo mancher verſchmaͤhten Warnung, nach ſo mancher verſaͤumten Gelegenheit, ſo feſt mit ihrem innern Leben verbunden, daß eins mit dem andern vernichtet werden mußte.

Minona ward krank; ich hoffte, der Todes⸗ engel ſollte ſie in meine Arme liefern: doch ſie ſollte geneſen, und, o Gluͤck! ſie genaß mit Verluſt eines großen Theils ihrer Schoͤnheit. Sie trauerte nicht uͤber die Entdeckung, die ſie in ihrem Spiegel machte. Siehſt du, Anna, ſagte ſie immer noch himmliſch laͤchelnd denn was konnte die Macht der geiſtigen Reitze ſchwaͤchen, die immer noch durch die zarte irdi⸗ ſche Huͤlle ſtrahlten? Siehſt du? nun wirſt du mir glauben, daß Aret, nicht bluͤhende Wangen und funkelnde Augen, nein, daß er die Schoͤn⸗ heit der goͤttlichen Tugend in mir liebte! Anne laͤchelte mitleidig, und ich beweinte mit Thraͤnen der Engel den Wahn der Verblen⸗ deten.

Aret kam, auch er weinte zu Minonens Fuͤßen. Ach er beweinte die Vernichtung ſei⸗ ner Gottheit! Er kam nicht wieder. Er war