Teil eines Werkes 
11. Bd. (1816)
Entstehung
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der Leidenſchaft. Weit fruͤher, als er ihr Nei⸗ gung geſtand, hatte ſich ſchon ihr Herz ihm ver⸗ rathen. Er war ſich mit hohem Triumph be⸗ wußt, daß er geliebt, ſchwaͤrmeriſch geliebt war, und traute nun allen Kuͤnſten heilloſer Verfuͤhrung.

Selmar hatte durch mich erfahren, wer Aret war; doch der Stand eines Fuͤrſten, der euch Erdbuͤrgern ſo etwas wichtiges iſt, ſchien dem verblendeten Vater fuͤr ſeinen Liebling eben nicht unerreichbar. Die Ueberzeugung, daß Aret leichtſinnig, daß er laſterhaft war, galt ihm noch weniger; er lachte, und meinte, Stand und Groͤße uͤbertrage viel, und eine tugendhafte Gattin koͤnne leicht aus einem Menſchen einen Engel machen. Selmar! dies glaubteſt du? widerſprachen dir nicht Erfahrungen deines eige⸗ nen Lebens?

Auf Minona wirkten Entdeckungen dieſer Art, da ſie die Wahrheit derſelben nicht mehr ableugnen konnte, ſtaͤrker. Sein Stand benahm ihr jede irdiſche Hoffnung, ſie gelobte ſich mit zerrißnem Herzen Entſagung; aber himmliſch ihn zu lieben wollte ſie nicht aufhoͤren, beſſern