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Du giebſt uns nicht Speiſe, ſo gieb uns dann Blut!e Blut! riefen die Schrecklichen, Blut!!
Sanft ſtellte der Große den Feiſenmuth Entgegen der ſtuͤrmenden Fluth.
„Befriedigt mein Blut euch, ſo nehmt es und lebt! Doch bis noch ein einzigesmal
Die Sonne dem feurigen Oſten entſchwebt Vergoͤnnt mir den ſegnenden Strahl.
Beleuchtet der Morgen kein rettend Geſtad, So biet' ich dem Tode mich gern.
Bis dahin verfolgt noch den muthigen Pfad⸗ Und trauet der Huͤlfe des Herrn!
Die Wuͤrnde des Helden, ſein ruhiger Blick, Beſiegte noch einmal die Wuth.
Sie wichen vom Haupte des Fuͤhrers zuruͤck, Und ſchonten ſein heiliges Blut.
„Wohlan denn: es ſey noch! Doch hebt ſich der Strahl Und zeigt uns kein rettendes Land:
So ſiehſt du die Sonne zum letztenmal!
So zittre der ſtrafenden Hand!er


