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Ottilie ſtuͤrzte ſich heftig an Fiorens Bruſt, aber zu tief bewegt, vermochte ſie nichts zu ſprechen, als, ſie wolle noch heut in das Kloſter zuruͤck. Fiora trocknete laͤchelnd ihre Thraͤnen. Ich kenne dein liebes Herz, meine Ottilie— ſprach ſie liebkoſend— ſey ohne Furcht, vertraue deiner Schweſter, auf dich wartet ein ſchoͤneres Gluͤck, als die traurige Stille des Kloſters.
Nein, nein! rief Ottilie außer ſich— laß mich fort, noch heute! Du weißt nicht...
Ich weiß auch— unterbrach ſie Fiora ſcherzend— wie ein Maͤdchen im funfzehnten Jahre empfindet. Meinſt du, kleine Unſchuld, ich habe alles in den paar Jahren, die ich vor dir voraus habe, vergeſſen?
Hier naͤherte ſich Antonio.
Kommen Sie, lieber Marcheſe— rief ihm Fiora entgegen— meine zarte Ottilie wird zu ſehr durch die finſtern Ausſichten auf ihr Kloſter erſchuͤttert, in das wir ſie doch durchaus nicht zuruͤcklaſſen. Der Schmerz uͤber⸗ waͤltigt ſie, ich muß mit dem Vater ſprechen Heitern Sie mir ſie indeſſen auf, und wenn


