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iſ an der ganz weichen, willenloſen Schwaͤche noch zu lieben? Liane hatte Kraft zu lieben und zu wollen; aber durch eine beſondere Rich⸗ tung ihres Gemuͤths wor dieſe Kraft einem hoͤher geachteten Geſetz untergeordnet, und ſo entſagte ſie ihrer Liebe, die ihr doch ſo theuer und ſo heilig war, und ſo wurde die zarte Blume vom Zuͤrnen des Geliebten wie vom Blitze zerſchmet⸗ tert. Das Zuͤrnen des harten Vaters konnte ſie ertragen, den Unwillen der ſanftern Mutter ſelbſt konnte ſie noch verſchmerzen: aber der Zorn des Geliebten mußte die zarte Huͤlle der ſtillen Heili⸗ gen zerſtoͤren. Fragen Sie ſich ſelbſt, Freundin, was Sie in Lianen lieben?
Clement. Nicht die Schwaͤche, das fuͤhl' ich jetzt beſtimmt—
Corn. So laſſen Sie uns denn dieſe auch unſern Kindern nicht wuͤnſchen, und ſie ihnen nicht anerziehen. Laſſen Sie uns vielmehr jeder Kraft in ihnen zur Entwickelung helfen, und alle ihre Kraͤfte zu einem harmoniſchen Ganzen aus⸗
öilden. Auch muͤſſen wir erwaͤgen, daß ſie nicht
als ſchoͤne Kunſtgebilde aufgeſtellt werden ſollen,
ſondern ihre Rolle im werklchen Leben zu ſpielen J. f. F. II. J. 5. H. 3


