Teil eines Werkes 
6. Bd. (1815)
Entstehung
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herrlichen Eiche ſaß eine ſehr einfach, aber

mit Geſchmack gekleidete Frau von etwa dreißig Jahren mit einem niedlichen Blondinchen, etwa zehn Jahr alt, am Naͤhetiſchchen, und beide arbeiteten, indeß zwei kleinere Knaben nicht weit davon mit langen Stoͤcken exercirten. Das iſt unſere liebe Schleſierin! fuhr mein Ge⸗ faͤhrte leiſe zu mir fort; und das ſind ihre drei Kinder. Sehen Sie ſie immer genau an, damit Sie ſich uͤberzeugen, daß ſie nicht huͤbſch iſt! Aber dort kommt Ge⸗ ſellſchaft: laſſen Sie uns von andern Dingen ſprechen. Darf ich aber noch ein Wort im Allgemeinen hinzuſetzen, ſo ſei es dies: Ich bin viel gereiſet und habe durch Verbindungen dieſes Hauſes viele Vornehme und Reiche ge⸗ ſehen: glauben Sie mir, unter fuͤnf Reichen von der Art, daß Einem das Herz blutet, wenn man an die denkt, die unverſchuldet darben, ſind Viere ſolche, denen das Geld Mittel zum Erwerb, und nur Einer, dem es Mittel zum Genuß iſt. Wollen Sie alſo jenen Schmerz vermeiden, ſo werden Sie zuver⸗ laͤſſig ungleich ſicherer gehen, wenn ſie die