21
ihm die Flitterwochen verderben? Beſſer, als wenn ihm das ganze Leben verdorben wuͤrde!— Aber wird er jetzt begreifen, glauben, folgen? Nein; er mag erſt fuͤhlen lernen, daß es anders werden muß. Dann will ich herzutreten, will einhalten, will durchgreifen!— Und da ich ihn jetzt allein habe— hm, ſo koͤnnt' ich ja wol etwas anderes.. Verſinkt in Nachdenken.
Julius kömmt zurück mit einem Bedienten, der Frühſtück bringt, und gleich wieder abgeht.
Waller. Nun, lieber Neffe, koͤnnen wir ja endlich einmal ein Wort allein, im Ver⸗ trauen reden.
Julius. Ich habe mich recht darnach geſehnt.
Waller. Ich wol auch. Sage mir doch vor allem— aber ganz ehrlich und zutraulich: biſt du wirklich gluͤcklich?
Julius. Ueber alle meine fruͤhern Be⸗ griffe.
Waller. Schoͤn. Ich hatte euch wirklich ein wenig uͤbereilt, gedraͤngt— und hinterher wandelte mich wol zuweilen eine Beſorgniß an—.
Julius. Ich kann nicht mehr ſagen,


