Teil eines Werkes 
5. Bd. (1815)
Entstehung
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Gieb, Schwalbe, mir Den Flug von dir!

Vergebens! vergebens! im Traume nur Erſchien mir der lieblichen Feie Spur! 3

Und als im Wind das Segel floß, Rann heiß die gluͤhende Thraͤne Da taucht empor ein Wellenroß, Schneeweiß, mit blaͤulicher Maͤhne. Es ſtutzt und naht 3 Ernſt dem Geſtad'! Schwimmt rauſchend durchs kniſternde Schilf und Rohr. Und hebt die Augen gar dreiſt empor.

Du ſchoͤnes Roß, wohin? woher? Von wannen biſt du gekommen? Ich bin durchs ferne, dunkle Meer Mit Liebe zu dir geſchwommen. Der ſchoͤnſten Fei Dien' ich getreu, V Und haſt du die Reiſe zu wagen Muth, So trag' ich dich ſchnell durch die gruͤne Flut! V Selene II. 4. H. 6