16——
fel; allein ganz anders, als geſtern, denn jetzt erfreute die Sonne die ſichtbare Welt. Die Be⸗ wohner des flachen Landes haben keine Beariffe von der Lebendigkeit des Sonnenſcheins in einem Gebirglande, und noch weit weniger von dem maͤchtigen Contraſt zwiſchen dem Dunkel der Thaͤler und Seen, und den beleuchteten Berg⸗ ruͤcken; zwiſchen den gruͤnen Waͤldern, und den nackten Felsſpitzen; zwiſchen den Treibhaus⸗ pflanzen und dem gedeihenden Leben der Nie⸗ derungen, und dem ewigen Schnee auf den aͤtheriſchen Gipfeln. Dieſe Anſichten erfuͤllen das Gemuͤth mit Empfindungen, die ganz ver⸗ ſchieden ſind von denen, die man auf dem fla⸗ chen Lande hat. Dort ermuͤden, oder ſaͤttigen die Vergnuͤgungen; allein unter den erhabenen Auftritten, die ich erwaͤhnt habe, ſtaͤrken ſie die Lebenskraͤfte und erhalten immer das Herz gleichſam im rechten Ton. Die kleinen Unan⸗ nehmlichkeiten, die uns in gemiſchten Geſell⸗ ſchaften verdrießen, ſind entweder nicht vor⸗ handen, oder wir fuͤhlen ſie nicht. Das Gro⸗ ße, welches unſere Sinne durch ſeine Umge⸗
bungen einnimmt, theilt ihnen ſeine eigenen


