Teil eines Werkes 
5. Bd. (1815)
Entstehung
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hohe Berge bemerken, von welchen der eine, am aͤußerſten Ende unſers Horizonts, eine ſchoͤne, kegelfoͤrmige Geſtalt hatte, und an deſſen Abhange hie und da Baͤume zerſtreut ſtanden. Er ſchien ungefaͤhr zweitauſend fuͤnfhundert Fuß hoch zu ſeyn, und machte einen erhabenen Con⸗ traſt mit den ſchauerlichern Scenen gegen Nord⸗

oſten. Der Keſſel des Thals hatte faſt die Ge⸗

ſtalt des Raumes eines Schiffs, ehe das Deck und die Deckbalken hineingeſetzt werden.*) Beim erſten Anblick dieſes praͤchtigen Natur⸗ ſchauſpiels ſprangen wir alle aus unſern Wa⸗ gen, undwunderbarl war in demſel⸗ ben Augenblick unſer lauter und einſtimmiger Ausruf. Unſer Standplatz war wenigſtens zweihundert Fuß uͤber dem Thale erhoben, und die Abfahrt hinunter glich dem Hinabſteigen in den Avernus. Ich empfand eine ſchauerliche

*) Herr Dr. Soltau, ruͤhmlichſt bekannt als Ueberſetzer mehrerer trefflicher Werke verſchiedener Auslaͤnder, hat verſucht, die Scene nach obiger Beſchreibung in einer Zeichnung zu verſinnlichen, welche, in Kupfer geſtochen, eins der naͤchſten Hefte begleiten wird.