— 83
laͤßt ihn im Uebermaß des Zornes fallen, er ſtirbt als Rebell und Hochverraͤther auf dem Schaffot. Nun macht jenes Buch al⸗ lerdings ein großes Aufſehen; die Koͤnigin laͤßt den Verfaſſer feſtnehmen, will ihn als Hochverraͤther beſtraft wiſſen. Da tritt Baco ernſt und wichtig zu ihr:„Vom Hochverrath iſt nichts im Buche; aber von einem andern großen Verbrechen kann man den Verfaſſer uͤberfuͤhren.“ Von welchem? fragr die Koͤnigin hitzig.„Er hat den Tacitus gepluͤndert und ſeine Quelle verſchwiegen. Eliſabeth wird durch die unerwartete Wendung in gute Launo geſetzt, und die Sache beiſeite gelegt.
Nach einiger Zeit koͤmms jedoch ihr gruͤb⸗ leriſcher, argwoͤhniſcher Geiſt wieder darauf zuruͤck, und ſie lieſet das Buch ſelbſt. Wie das zu geſchehen pflegt— ſie findet nun, ganz erſtaunet, viels Anekdoten und Particularitaͤ⸗ ten darin, die, wie ſie glaubt, kein Menſch, außer ihren Vertrauten wiſſen konnte, mit welchen ſich aber laͤngſt das ganze Land trug. Dahinter köoͤmmt ſolch ein Doctor nimmer, ſchließt ſie; ich bin mit Verraͤthern umgeben,


