Teil eines Werkes 
4. Bd. (1815)
Entstehung
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32 kleinſten Theil aus demſelben Haß gegen das⸗ was ihm als Ueppigkeit und Verſchwendung erſchien, und wovon er in dem Ceremoniel der aͤltern Kirche, zu ſeiner immerwaͤhrenden Aergerniß, ſo vieles vorfand. Sein Bruder hingegen, der Glanz und Prunk liebte, moch⸗ te dieſen auch beim Gottesdienſte nicht ent⸗ behren, woruͤber denn mancherlei Streitigkei⸗ ten entſtanden, welche die Theologen beider Parteien nicht wenig beunruhigten und in die Enge trieben. Kurfuͤrſt Joachims Probſt, Buch⸗ holzer, dem Sinne des Markgrafen weit mehr ergeben, als dem, ſeines Fuͤrſten, ſchlug vor, die Sache Luther'n ſelbſt vorzulegen und ſein Gutachten zu fordern gewiß, Lu⸗ ther, der Freund des einfachen, prunkloſen Gottesdienſtes, werde fuͤr Johanns Weiſe ſtimmen, und ihm, dem Probſt, dadurch das Uebergewicht zuwenden. Der helle, freie, herrliche Martin ſchrieb dagegen woͤrtlich alſo:

Hieruͤber iſt das mein Rath! So euer Herr, der Kurfuͤrſt will laſſen das Evan⸗ gelium lauter und rein predigen, ohne Zuſatz, und die beiden Sakramente Jeſu Chriſti nach