Teil eines Werkes 
3. Bd. (1815)
Entstehung
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2.

Wem die Gabe, auf Menſchen wirken zu koͤnnen, nicht verliehen ward, den bindet, mit verſtaͤrkter Kraft, die Pflicht, fuͤr ſie zu wir⸗ ken. Doppelt wichtig ſei ihm das Amt, wel⸗ ches ihm der Staat uͤbertrug; und bleiben ihm, nach deſſen gewiſſenhafter Verwaltung, noch Stunden der Muße, ſo nuͤtze er dieſe Stunden, um irgend Etwas aus dem Vor⸗ rath von Gefuͤhlen und Ueberzeugungen, die er geſammelt haben mag, zum Beſten ſeiner Zeitgenoſſen vielleicht auch kuͤnftiger Men⸗ ſchen niederzuſchreiben. Was er zu ſagen fruchtlos verſucht, das nuͤtzt vielleicht, zu ſeiner Zeit, als ſchriftliches Denkmal ſeines guten Willens; und vielleicht benutzt man dereinſt ſeinen Nachlaß, wenn er ſelbſt laͤngſt vergeſſen iſt.